Virtual Reality für Fotografen

Das technologisch spannendste Thema seit langem, oder seit dem Beginn des Internet, könnte man sagen: Virtual Reality – die virtuelle Realität in der Video- und Fotobranche.

Was ist die Virtuelle Realität?

Unter der neuen Virtual Reality versteht man Filme, Videos, Spiele und sogar Fotos, die sich komplett 360° um unser Sichtfeld abspielen. Man sieht einen Film, in dem man selber mit drin ist. Zumindest vom optischen Eindruck her. Oder man sieht ein VR-Foto an. Das bedeutet, dass das gesamt Bild um einen herum ist, wie wenn man echt an dem Ort wäre, wo das Virtual Reality-Foto aufgenommen wurde. Es ist also die Steigerung von 3D, denn es ist 3D und dazu noch komplett um das gesamte Sichtfeld herum. In 360°-Szenen kann man sich rundherum drehen und das Bild endet nie, ist also Rand- und endlos, wie in echt. Da hört ja die Welt bzw der optische Eindruck auch nicht auf wenn man nach oben schaut oder sich umdreht. Es gibt bisher aber auch viel Filmmaterial mit nur 180°-Sichtfeldwinkel, dabei kann man sich also nicht umdrehen. Bzw kann man schon, aber das Bild ist dann schwarz.

Diese Virtuellen Videos und Bilder kann man nur durch ein VR-Headset konsumieren, das man sich über die Augen setzt. Logisch. Die bisherigen Versionen solcher Headsets sind noch etwas klobig und man schwitzt leicht darunter. Es gibt aber bereits Entwürfe für leichte unauffällige Headset-Modelle bzw VR-Brillen. Doch die Entwicklung dauert noch ein wenig, bis der Verbraucher das kaufen und benutzen kann.

Bisher gab es 2015 die meistgenutze Consumer Version, die sogenannte Gear VR. Daneben gibt es jetzt noch eine Reihe weiterer Modelle, die man benutzen kann. Aber nur eine handvoll. Der Markt ist wirklich noch jung und die Technologie muss sich erst richtig ausreifend entwickeln, bis man diese Headsets nachgeschmissen bekommt.

Material das man bisweilen sehen kann, ist vielfältig. Man kann z.B. als Surfer in einem Barrell surfen. Oder über Island fliegen via Helikopter. Oder in einem Porno sein, statt nur beobachten – zumindest vom Eindruck her.  Wer mehr darüber wissen will, kann hier reinschauen (bitte nur über 18): videospornorv.org. Ich muss wohl nicht lang erklären, dass dieser Teil der VR Branche längst massiver Marktdominierer ist, siehe auch Oculus-Rift.fr. Aber so ist das immer mit neuen Technologien. Denken wir nur ans Internet selber.

Was bedeutet die VR-Technologie für Fotografen?

Nun, wer sich für virtuelles Material wappnen will, muss eine Menge investieren. Man braucht eine Menge Go-Pros, mit denen man gleichzeitig filmt. Dazu den speziellen Halter dafür – ein Gerät wo man mehrere Go-Pros befestigen kann. Oder man kauft gleich eines der fertigen VR-Kamera-Modelle, z.B. von Nokia für 60000 €, soweit ich weiß. In dem Video hier seht ihr das Modelle von Jaunt. Es gibt also verschiedene Kamera-Mögllichkeiten. Aber schier unbezahlbar. Zu guterletzt braucht man noch eine spezielle Software, die dann alles zusammenrechnet und dazu natürlich einen Hochleistungsrechner. Anders wird es  nichts. Erstmal ist das wohl kaum bezahlbar, besonders als Einzelkämpfer und wenn man nicht sofort das geniale Konzept hat, mit welcher Art Bilder man das Geld wieder reinholen würde.

Ich würde aber jedem Fotografen raten, die Technik einmal zu studieren und zumindest theoretisches Wissen haben. Früher oder später kommt man vielleicht nicht mehr drum herum. Und will man sicher auch nicht, wenn man mit der Zeit geht.